05.01.2022

Segelsetzen an der Mühle

Jürgen Brüderle stellte uns dieses Video aus dem Nachlass seines Vaters August Brüderle zur Verfügung.

Es Zeigt seinen Vater beim Segelsetzen an der Mühle gegen Ende der 1980'er Jahre.

 

Video demnächst verfügbar

07.11.2021

Führungswechsel im Mühlenverein

Tanja Luitjens neue erste Vorsitzende

Am 07.11.2021 fand die schon seit Anfang des Jahres anstehende Jahreshauptversammlung des Mühlenvereins endlich statt. Von den derzeit 184 Mitgliedern nahmen nur 24 an der Sitzung teil. 

 

Da ja, coronabedingt, bis auf kleinere Ausnahmen die Aktivitäten des Vereins lahm gelegt wurden, gab es eigentlich nicht allzu viel zu berichten.

Es gab im Jahr 2020/21 vier Hochzeiten im Müllerknechthaus und das 30- jährige Vereinsbestehen wurde 2021, mit passender Beleuchtung der Mühle, in einem kleinen Rahmen gefeiert. Die üblichen Veranstaltungen wie der alljährliche Tagesausflug des Vereins, gemeinsame Boßelveranstaltungen mit dem Heimatverein etc., sowie die beliebte Verknobelung zum Nikolaustag fielen bzw. fallen aus.

Die durchgeführte Kassenprüfung ergab keine Beanstandungen und der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Zu den anstehenden Neuwahlen des Vereinsvorstandes gab es dann aber doch noch eine Überraschung,

Der 1. Vorsitzende Alfred Janssen, der den Vorsitz seit 2013 führt und nach seiner Aussage ihn nur "provisorisch" für zwei Jahre führen wollte, hat nun doch nach 8 Jahren einen passenden Ersatz für sein Amt gefunden.

Ebenso wie der 2. stellvertretende Vorsitzende Albert Janssen schlugen beide Tanja Luitjens als Nachfolgerin vor. Tanja ist bereits seit mehreren Jahren sehr aktiv im Mühlenverein und versorgt den Mühlenverein immer mit schönen Stimmungsbildern von der Mühle, da sie einen wunderschönen Blick von ihrer Wohnung auf die Mühle hat.

Alfred möchte aber weiterhin als Kassenwart tätig sein und sein antiquarisches Kassenbuch, das er bereits seit 1991 führt, bis auf das letzte Blatt füllen. 

Nach den Vorstandswahlen wurde Theodor Motz mit einer Urkunde und einer silbernen Vereinsnadel für eine 25- jährige Mitgliedschaft geehrt.  Renate Freese, Almine und Cornelius Spinneker sowie Bernhard Behrends wurden in Abwesenheit geehrt. 

Bei dem Punkt Wünsche und Anregungen gab es Vorschläge für für die Arbeitsverteilung nach dem Verkauf der Mühle an die Gemeinde. Heinz Fröhling, als langjähriger Kopf der Arbeitgruppe des MV kündigte hierbei auch seinen altersbedingten Rücktritt für das kommende Jahr 2022 an. 

 

Aktuelle Presse


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Mühlenfreunde!

Auch wenn die Corona-Pandemie sämtliche geplanten Veranstaltungen des Mühlenvereins in diesem Jahr
über den Haufen geworfen hat, ist unsere "Rentnergang" seit März/April jeden zweiten Donnerstag für die Pflege der Außenanlagen rund um die Sterrenbergische Mühle und dem Müllerknechthaus unermüdlich im Einsatz.

Vielen lieben Dank dafür!

 

Foto: © Tanja Luitjens


 
ON-Gesamt vom 19. August

Kauf nach Monaten unter Dach und Fach

Gemeinde Upgant-Schott einigt sich mit Müller-Erben und erwirbt die Sterrenberg-Mühle – das eröffnet neue Möglichkeiten der Dorfentwicklung

 
 
Thomas Dirks

Upgant-Schott. Upgant-Schotts Wahrzeichen wird kommunal: Der Kauf ist perfekt. Vertreter der Gemeinde haben sich mit den Erben von Brookmerlands letztem Müller August Brüderle und seiner Frau Theda auf die Bedingungen geeinigt. Das bestätigte am Dienstag Upgant-Schotts Gemeindedirektor Gerhard Ihmels. „Es ist ausverhandelt“, sagte er auf Anfrage.

Die Gemeinde wird die Sterrenberg-Mühle und die zu ihr gehörenden Gebäude, Müllerhaus und Müllerknechthaus, kaufen. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Verwaltungsausschuss bereits im vergangenen November gefasst (wir berichteten damals). Die Gemeinde nehme damit ein Angebot der bisherigen Eigentümer an, hieß es. Sie wollten das Gebäude-Ensemble und mehrere Hektar große Grundstücksflächen am Mühlenloog und am Schiffsleidingsweg verkaufen und hatten auch die Gemeindeverantwortlichen nach ihrem Interesse gefragt.

Es folgten Kaufverhandlungen, die sich über mehrere Monate hinzogen. Nun aber sei alles geklärt und in trockenen Tüchern, sagte Ihmels. Der Kaufvertrag solle in Kürze unterschrieben werden. Das für den Erwerb der Gebäude und der Ländereien benötigte Geld steht bereit. Es ist im diesjährigen Haushalt eingeplant, den der Rat Ende Juli verabschiedet hat. „Das mussten wir noch abwarten. Jetzt kann endgültig gekauft werden“, erklärte Ihmels. Laut dem Zahlenwerk wendet die Gemeinde 632 000 Euro für den Kauf auf. Dieser Ansatz deckt laut Ihmels neben dem Kaufpreis auch alle bei dem Rechtsgeschäft anfallenden Gebühren und Steuern ab.

Ihmels sprach von einer „sinnvollen Anschaffung“. Zwar handele es sich um eine freiwillige Ausgabe, zugleich aber auch eine Chance, die die Gemeinde nicht ungenutzt lassen durfte. Historische Gebäude gehören nach Ansicht von Ihmels in kommunale Hände.

Die Gemeinde erwirbt das Eigentum an der Mühle von den Erben von Brookmerlands letztem Müller August Brüderle und seiner Frau Theda. Beide hatten die Mühle bis 1991 betrieben. August Brüderle war Müllermeister in der achten Generation. Er starb im September 2010. Der gebürtige Schwarzwälder wurde 87 Jahre alt. Die Brüderles waren mehr als 60 Jahre verheiratet. Im März 2008 hatten sie das Fest der Diamantenen Hochzeit gefeiert. Theda Brüderle, die drei Jahre jünger war als ihr Mann, starb im Februar 2018.

Seither war fraglich, wie es mit der 1880 erbauten Mühle, Müllerhaus und Müllerknechthaus weitergehen würde. Vor allem in Reihen des Klootschießer- und Boßelvereins „Goode Trüll“ Upgant-Schott und des Mühlenvereins Upgant-Schott sorgte die Ungewissheit für Unruhe. Beide Vereine sind seit Jahren eng mit der Mühle und den zu ihr gehörenden Gebäuden verbunden. Der 1991 gegründete Mühlenverein kümmert sich um den Erhalt des Gallerieholländers und des Müllerknechthauses, das seit 2007 als Standesamt genutzt wird.

Die Friesensportler haben das Müllerhaus aufwendig renoviert und umgebaut. Seit 2000 ist es ihr Vereinsheim. Außerdem wird es für öffentliche Veranstaltungen genutzt. So nutzt es beispielsweise der Kunst- und Kulturzirkel Brookmerland.

Die Situation in Upgant-Schott sei so gesehen eine sehr gute, stellte Ihmels fest. Die genannten Vereine trügen zum Erhalt der historischen Gebäude bei. Insbesondere der Mühlenverein, dem auch er angehört, leistet laut Ihmels „herausragende Arbeit“. Seine Mitglieder behandelten die von ihrem Verein bisher zu einem symbolischen Pachtzins gepachtete Mühle wie Eigentum. Vertreter der Gemeinde würden mit den Vereinen über die Zukunft sprechen, sobald der Kauf abgeschlossen sei, kündigte Ihmels an.

Sprecher beider Vereine hatten die Entscheidung der Schottjer Politik, die Mühle einschließlich der umliegenden Gebäude zu erwerben, bereits frühzeitig begrüßt.

Der Kauf der Sterrenberg-Mühle eröffnet für die Gemeinde Upgant-Schott neue Perspektiven. So wird darüber nachgedacht, im Umfeld des Wahrzeichens einen Begegnungs- und Veranstaltungsplatz zu schaffen. Entsprechende Überlegungen bestätigte der Upgant-Schottjer Bürgermeister Gundolf Harms (parteilos) im Januar auf ON-Anfrage. Für öffentliche Veranstaltungen unter freiem Himmel könnte dort ein Dorfplatz gebaut werden. Ausreichend Platz wäre sowohl östlich der Mühle, zwischen dem Schiffsleidingsweg und dem Ihlingswarf, als auch in westlicher Richtung zwischen Schiffsleidingsweg und Sebastianstraße vorhanden.



09/2020 - Die Mühle im neuen Glanz